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Entmologen

Die Verpuppung – das schwierigste Stadium in der Zucht

Die Gefahr während der Puppenphase wird meist unterschätzt. Wenn es gelungen ist, die Larven erfolgreich bis zur Verpuppung zu bringen, dann hat man noch lange nicht gewonnen: nach erfolgreicher Aufzucht der Larven kann der Erfolg in ein kürzester Zeit zerstört sein. Hauptgrund ist die zu feuchte Lagerung der Kokons während der Metamorphose, der Gestaltveränderung (auch Metabolie genannt, die Umwandlung der Larvenform zum Adultstadium, dem geschlechtsreifen, erwachsenen Tier). Das griechische Wort metamorphosis bedeutet Umwandlung oder Gestaltwandel und bezeichnet die Fähigkeit von Insekten, Jugendformen (Larven) auszubilden, die eine ganz andere Gestalt und meist auch eine andere Lebensweise besitzen wie das erwachsene, fortpflanzungsfähigen Tier (Imago). Während der Metamorphose laufen im Körper der Tiere gigantische Umwandlungsprozesse ab, die bis heute noch nicht geklärt sind; jedoch weiß man, dass Hormone diese Vorgänge steuern.


Bei Insekten unterscheidet man zwischen Hemimetabola (mit unvollkommener Entwicklung, wo bei den einzelnen Larvenstadien schon imaginale Merkmale erkennbar sind und das Puppenstadium fehlt, z.B. bei Schaben und Heuschrecken) und Holometabola (vollständige) Entwicklung: Die Larven durchlaufen eine Reihe von Larvenstadien. Die einzelnen Larvenstadien sind sich ähnlich, unterscheiden sich jedoch deutlich von der Imago. Zwischen Larven- und Imaginalstadium ist ein Puppenstadium eingeschaltet (Ruhestadium), in dem die vollständige Verwandlung von der Larve zur Imago stattfindet, wie z.B. bei Käfern und Schmetterlingen.


Hier finden Sie Fotos und Geschichten über Besonderheiten einiger Arten, über Erfolge und Misserfolge .

 

Eudicella morgani

40 Tage mit dem Foto begleitet: die Umwandlung einer Larve zum Käfer. Um diesen Prozess fotografisch festhalten zu können habe ich einen schmalen Glasbehälter verwendet und eine kurz vor der Verpuppung stehende L3 in den Behälter eingesetzt
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Chelorrhina kraatzi

Über Murphy's Gesetz kann man herzlich lachen, solange es andere trifft. Ist jener Murphy aber Dauergast bei der Zucht einer der teuersten Käferarten, dann hört der Spaß auf!
passerinii Amaurodes passerinii

Finden die Larven keinen geeigneten Platz, an dem sie ihren Kokon bauen wollen, so wandern sie wochenlang auf der Substratoberfläche, bis sie schließlich verenden. Werden Kokons gebaut, so müssen diese trocken gelagert sein und werden nach geraumer Zeit hart wie Stein, so dass sich die Käfer kaum aus eigener Kraft daraus befreien können.